Was passiert wenn die Schulter auskugelt?

Die Schulter ist ein Kugelgelenk und wird von einer Gelenkkapsel und vielen Bändern geführt. Kugelt die Schulter aus, reißen Bänder und Kapsel. In 90 % der Fälle heilen diese Bänder nicht mehr an und sind zu locker. Für den Patienten bedeutet das, dass meistens schon bei leichter Außendrehung über Kopf die Schulter erneut auskugelt.

Was, wenn es regelmäßig passiert?

Je leichter die Schulter auskugelt, um so weniger Rest-Bänder sind vorhanden. Diese braucht man um das Gelenk durch eine Operation zu stabilisieren. Das sollte man auch machen, denn bei jeder Auskugelung geht Knorpel und noch mehr an wichtigen Strukturen kaputt.

Schon wieder eine Operation?

Ja, aber nur wenn der Leidensdruck groß ist. Eine Befestigung der Sehne ist nur minimal invasiv möglich, aber schnell und effektiv. Wenn noch genügend Kapsel und Bänder vorhanden sind, ist das ein überschaubarer Eingriff.

Was passiert dabei mit der Bicepssehne?

Wir haben zwei Bicepssehnen, eine kurze und eine lange. Die Kurze ist nie verletzt und steht für 90 % der Kraft. Die lange Bicepssehne läuft genau über das Kugelgelenk und ist daher anfällig.


Schulteranatomie – Bänder

Warum haben viele Sportler Probleme damit?

Durch ihren Verlauf im Gelenk ist die Lange Bicepssehne anfällig bei Überkopfsportlern. Jeder Tennis Profi macht in einer Karriere über 1 Mio. Aufschläge und belastet dabei die Sehen extrem. So entsteht die berühmte SLAP Läsion.


Abriss der langen Bicepssehne

Wie stellt man so eine Verletzung fest?

Neben Untersuchung und Röntgen sieht man in 70 % der Fälle einen Riss der Sehne nur in einer Kernspintomographie bei der die Schulter mit Kontrastmittel aufgefüllt wird. Typisch ist aber der Überkopf-Sportler mit Schmerzen in der Wurfbewegung.


Sehnennaht

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