Schulterschmerzen

Schulterschmerzen

Impingementsyndrom | Kalkschulter
Patienteninformation

Was ist der Hintergrund bei Schmerzen in der Schulter?

Dr. Mauch: Betroffen sind Menschen, bei denen die Schulter aus berufl ichen oder sportlichen Gründen stark belastet wird. Ganz typisch sind Schulterprobleme bei Berufen mit Überkopftätigkeiten, wie z. B. Maler oder Überkopfsportarten, wie z. B. Tennis oder Schwimmen. Wichtig ist es, Schulterprobleme nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Jeglicher Schulterschmerz, der nicht auf eine Überlastung zurückzuführen und nach ein paar Tagen wieder völlig verschwunden ist, sollten abgeklärt werden.

Was kann passieren?

Dr. Mauch: Nehmen Sie das Impingement-Syndrom mit Kalkschulter, also die Enge unter dem Schulterdach. Wenn nicht rechtzeitig die Ursache beseitigt wird, kann es durch eine chronische Entzündung des Schleimbeutels zur Kalkbildung und evtl. einem Einreißen der dort verlaufenden Sehnen der Rotatorenmanschette kommen. Solch ein Riss führt dazu, dass der betreffende Arm nicht mehr seitlich angehoben werden kann.

Wie werden die verschiedenen Schmerzquellen an der Schulter differenziert?

Dr. Mauch: Sie setzt sich aus mehreren Schritten zusammen. Die Vorgeschichte, im Hinblick auf Schmerzauslösung oder Risikobelastung, als auch die Erfassung der bisherigen Behandlungen, ist der erste Schritt. Dann die Untersuchung mit verschiedenen Funktionstests. In vielen Fällen braucht man Zusatzuntersuchungen, wie z. B. Röntgen, Ultraschall und Kernspintomographie.

Effektive Therapie heißt das heute Operation?

Dr. Mauch: Nicht immer. Rechtzeitig erkannt sind Schultererkrankungen die Domäne der konservativen Therapie. Mit entsprechenden Maßnahmen lassen sich die meisten Schulterbeschwerden ohne Operation in den Griff bekommen. Infrage kommen vor allem Injektionen, Stoßwellenbehandlungen und Krankengymnastik. So kann z. B. durch die Stärkung von geschwächten Muskeln und Haltungskorrektur das Problem gelöst werden.

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